Donnerstag, 6. April 2017, 19 Uhr: Buchvorstellung
Eintritt 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse.

Ferdinand Knauß

Ferdinand Knauß

Wachstum ist immer noch das wichtigste Ziel der Wirtschaftspolitik. Der Wirtschaftsjournalismus spielte in Deutschland eine zentrale Rolle dabei, Wachstum als politischen Leitbegriff einzuführen. Und bis heute verteidigt er dieses längst sehr fragwürdige Paradigma.

Die Ursprünge der Symbiose von Wachstumspolitik und Wirtschaftsjournalismus – ermöglicht durch einen grundlegenden Wandel des ökonomischen Denkens – sind bis in die krisengeschüttelten 1920er Jahre zurückzuverfolgen. Der Durchbruch des Wachstumsparadigmas in der Wirtschaftspresse erfolgte dann in den ersten drei Nachkriegsjahrzehnten, wie Ferdinand Knauß in seinem neuen Buch „Wachstum über Alles?“ anhand einer umfassenden Analyse der wirtschaftspolitischen Meinungsbeiträge in der Zeit, im Spiegel und in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zeigt.

Diese Analyse und zusätzliche exklusive Interviews mit drei renommierten Journalisten legen nahe, daß der Schlüssel zu einem kritischeren Wirtschaftsjournalismus in dessen Emanzipation von der Standard-Ökonomie liegt.

Ferdinand Knauß, Jahrgang 1973, hat Geschichte und Japanologie in Düsseldorf, Nantes und Tokio studiert und ist jetzt Journalist bei der WirtschaftsWoche. Zuvor war er Redakteur bei der Financial Times Deutschland und beim Handelsblatt sowie Pressesprecher im Bundesministerium für Bildung und Forschung. 2010 war Knauß Fellow der Volkswagenstiftung beim Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln und 2015 Fellow am Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam. Sein aktuelles Buch trägt den Titel: „Wachstum über Alles? Wie der Journalismus zum Sprachrohr der Ökonomen wurde“.

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